Schnatz, Klatscher, Quaffle und Besenstiel – internationales Quidditch-Turnier in Wien

Bei Harry Potter fliegen die Spieler auf ihren Besen durch die Luft. Bei uns fliegen sie etwas tiefer. Bei einem internationalen Turnier in Wien zeigten 15 Quidditch-Teams aus neun Nationen wie man den Schnatz fängt (Titelbild: Oliver Senger).

Von 28. bis 29. September fand auf den Plätzen des ASKÖ Sportzentrums Atzgersdorf das größte Quidditch-Turnier Österreichs statt. Quidditch? Ja, schon richtig gelesen. Quidditch ist ein gemischtgeschlechtlicher Vollkontaktsport, der aus dem Harry Potter Universum in die echte Welt übertragen wurde. Quidditch wird gerne als Mischung aus Dodgeball und Rugby bezeichnet. Die Quidditch-Community ist eine bunt zusammengewürfelte wachsende Gemeinschaft, die vor allem eines vereint: der Spaß am Sport.

Voller Einsatz
Quidditch ist ein Vollkontakt-Sport (Bild: Oliver Senger)

Am Turnier nahmen nicht nur die fünf österreichischen Teams aus Wien, Graz, Linz und Salzburg teil. Insgesamt spielten 15 Teams aus 9 Nationen. Neben Österreich waren Mannschaften aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, der Slowakei, Slowenien sowie Tschechien und Italien vertreten.

Beim Quidditch spielen immer zwei Teams gegeneinander. Sieger ist, wer die meisten Punkte erzielt. Im Unterschied zu den meisten anderen Feldsportarten, gibt es auf jeder Seite des Spielfeldes jeweils drei Tore, bzw. Ringe. Um die Verwirrung komplett zu machen gibt es noch fünf Bälle.

Nach einer klassischen Gruppenphase am Samstag fand die Knock-Out-Phase am Sonntag statt die bis zum Schluss spannend war. Favoriten waren zu Beginn des Turniers die deutschen Teams. So wurden die Berliner Bluecaps und ein aus dem deutschen Nationalteam zusammengesetztes Team als Titelanwärter gehandelt. Für die Überraschung sorgten aber die Österreichischen Teams, die dieses Jahr besonders gut abschnitten. Die Danube Direwolves aus dem Wiener Verein Randsportarten wurden hervorragende Dritte und waren damit vor den amtierenden österreichischen Meistern, den Vienna Vanguards platziert, die mit zwei Mannschaften angetreten waren und den 6. bzw. 8. Platz belegten. Gewonnen haben in einem spannenden Finale die Underdogs des Turniers, die Aemona Argonauts aus Ljubljana, ein kleines Team aus Slowenien vor dem haushohen Favoriten, den Berliner Bluecaps.

Die Danube Direwolves
Die Danube Direwolves aus dem Wiener Verein Randsportarten wurden hervorragende Dritter (Bild: Oliver Senger)