Pumptrack – Radsport in der Endlosschleife

Am 18. November 2023 fand erstmals in Österreich die UCI Weltmeisterschaft im Pumptrack statt. Mit Geschwindigkeiten bis zu 35 km/h fahren die Radsportler durch einen geschlossenen Rundkurs. Am Ende entscheidet der Bruchteil einer Sekunde über den Sieg.

Was ist ein Pumptrack?

Ein Pumptrack ist eine spezielle Art von Strecke für Fahrräder, Skateboards, Inlineskates oder Roller. Es handelt sich um eine geschlossene Schleife aus wellenförmigen Hügeln, Kurven und Anlieger, die ohne in die Pedale zu treten befahren werden kann. Der Name “Pumptrack” kommt von der Technik des “Pumpens”, bei der Fahrer ihre Körperbewegungen nutzen, um Schwung und Geschwindigkeit durch das Auf- und Abwärtsbewegen ihres Körpers zu erzeugen, anstatt ständig zu treten.

Pumptracks sind in der Regel aus verschiedenen Materialien wie Beton, Asphalt oder speziellem Belag für besseren Grip gebaut. Sie dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern helfen auch dabei, die Fahrtechnik, Balance und Geschwindigkeitskontrolle zu verbessern. Sie sind beliebt bei Freizeitsportlern, Profisportlern und sind oft in Gemeinden, Parks oder speziellen Sportanlagen zu finden.

UCI Weltmeisterschaft im Ötztal

Europas größter Outdoor-Park, die Area 47 im Ötztal, war am 18. November der Schauplatz der 4. UCI Pumptrack Weltmeisterschaft. Die Teilnehmer aus 21 Ländern absolvierten im Einzelmodus auf BMX-Rädern den Rundkurs. Zu schlagen war in erster Linie die Zeit. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h wurden in den engen Kurven Belastungen bis zu 10G erreicht und Stürze fielen deshalb oft schwer aus. Glücklicher Weise musste nur ein Sportler nach einem Sturz ins Krankenhaus.

Der Pumptrack in der Area 47 im Ötztal
Auf dem Wettkampfpumptrack erreichen die Fahrer bis zu 35 km/h. (Bild: Smaragd Media/Jörg Mitter/Limex Images)

Auf der 134 Meter langen Sprintstrecke wurde der Kampf um Titel und Medaillen zu einer Hundertstelsekunden-Schlacht. Im K.o.-Finale um den Sieg hatte der Amerikaner Alec Bob schließlich ganze 0,013 Sekunden Vorsprung auf Mattia Costerman aus Italien, während Eddy Clerté aus Frankreich den Schweizer Tristan Borel im Kampf um Bronze bezwang. Die Ex-Weltmeister Tommy Zula (USA) und Niels Bensink (NED) mussten bereits in der Runde der letzten 16 die Segel streichen.

Die Schweizerin Christa von Niederhaeuser war bei den Frauen eine Klasse für sich und holte ihr drittes Regenbogentrikot vor Sabina Korsarkova aus Tschechien und Alina Beck aus Deutschland.

Österreicher schafften es diesmal keiner ins Finale, aber der Nachwuchs steht schon, dank der Austrian Pumptrack Series, in den Startlöchern.

Austrian Pumptrack Series

Die Austrian Pumptrack Series ist eine Veranstaltungsreihe von Pumptrack-Wettbewerben in Österreich. Diese Serie bietet eine Plattform für Fahrer jeden Alters und Niveaus, um an Wettbewerben auf verschiedenen Pumptracks teilzunehmen.

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in Pumptrack-Rennen unter Beweis zu stellen und sich mit anderen Fahrern zu messen. Die Veranstaltungen ziehen oft eine Vielzahl von Teilnehmern an, darunter Amateure, Profis und Kinder, die in verschiedenen Altersgruppen konkurrieren.

Die Austrian Pumptrack Series fördern nicht nur den Wettkampfgedanken, sondern dienen auch als Plattform für den Austausch von Erfahrungen, das Knüpfen von Kontakten innerhalb der Fahrergemeinschaft und die Förderung des Pumptrack-Sports in Österreich.

Die genauen Termine, Standorte und Registrierungsinformationen für die Austrian Pumptrack Series können von Jahr zu Jahr variieren, daher ist es ratsam, die offizielle Website oder die sozialen Medien der Serie zu überprüfen, um aktuelle Informationen zu erhalten, wenn du an einer Teilnahme interessiert bist.